DEAD EYED SLEEPER
Wer den Durchblick im nationalen Death Metal-Underground bewahrt, sollte wissen, dass es sich bei Dead Eyed Sleeper um die ehemaligen Legacy handelt.
Das neue Album THROUGH FORESTS OF NONENTITIES der deutschen Prog-Deather Dead Eyed Sleeper ist ein echter Brocken. Aufgeteilt in drei Kapitel mit je drei Songs verschließt es sich dem Hörer erstmal, um dann nach ein paar Durchläufen endlich in seiner Gesamtheit aufgenommen werden zu können.
Dead Eyed Sleeper erschaffen mit ihrem zweiten Album ein Meisterwerk. THROUGH FORESTS OF NONENTITIES klingt wie Opeth, wenn sie noch Death Metal machen würden, also innovativ, technisch und einfach genial.Ihr Prog Death ist stehts groovic bis hoch technisch! Dead Eyed Sleeper verstehen es, ihre Gefühle, Gedanken, Emotionen, Musik-Geilheit und Spielfreude zu vermitteln und jeder sollte sich diese Band nicht entgehen lassen! Gänsehaut und Headbanging von Anfang bis Ende.....
Höchstnote.
The Prophecy 23
The Prophecy²³ aus Bad Rappenau. Komprimierte Thrash-Metal-Attitude gepaart mit brutalen Riffs und Voices. Double-Bass-Attacken treffen harte und eingängige Hooklines, die sich in die Köpfe der Menge hämmern wie ein 23kg Sechskant Spitzmeißel Drucklufthammer der Marke Krupp oder eine pneumatische Weidezaunramme (Bj 1973). Im Sommer 2005 wurde das erste Album ?No Future For The Dead? veröffentlicht, was sich bereits große Beliebtheit in der Szene erspielen konnte. 2007 dann wurde mit der professionell produzierten EP ?Immortal Attitude? nachgeladen. Dort gibt ein Smah-Hit den nächsten, die neuen Songs repräsentieren den Stilwechsel und die Bandbreite der Band und machen Lust auf mehr Gehämmer und Gebolze!
ANCIENT EXISTENCE
Hannover ist metalmäßig wirklich ein totes Pflaster. Zumindestens scheint es so, wenn man sich die Entwicklung der dortigen Szene ansieht. Kaum Konzerte und wenige Bands, die etwas auf die Beine stellen könnten. Ein Lichtstrahl am trüben Winterhimmel sind glücklicherweise Ancient Existence, die mich sofort in ihren Bann ziehen konnten. Gleich bei den ersten Klängen der Scheibe wird klar, dass es sich hierbei um Death Metal handelt. Unverkennbar ist natürlich der Sänger, dessen Organ der Beschreibung "totes Schwein" schon am nächsten ist. Dies ist aber keinesfalls negativ gemeint ? im Gegenteil! Die Vocals sind zu 99% so bemerkenswert tief und grunzig, dass man schon alleine vom Zuhören Halsschmerzen bekommt. Die Musik befindet sich meistens im midtempo bis schnellen Death-Metal-Bereich und ist immer sehr sauber und eingängig gespielt. Dass stundenlanges Rumgebolze aber auf die Dauer langweilig ist, wissen auch die Hannoveraner und deshalb ließen sie an passenden Stellen sehr gelungene Akustik-Elemente einfließen. Diese äußern sich in stimmungsvollen Gitarren, die Charme und Schönheit vermitteln, ohne aber die Aggressivität der Death-Metal-Elemente zu zerstören. Da hat man sich wirklich Gedanken gemacht, wie eine sinnvolle Verknüpfung aussehen muss.
Legt man das Album ?Fucking Death Metal? der hannoverschen Death-Metal-Band Ancient Existence in den Player und taucht gleich tief in den Opener ?Cyclone? ein, wähnt man sich eher in einem finsteren Keller. Fahles Licht, moderiger Geruch, unten die Kanalisation über einem alte Versorgungsleitungen.
Genre-spezifisch exzellent und kompromisslos finster, darüber ballert die Instrumentalfraktion konkrete auf den Punkt gebrachte Riffs aus den Boxen. Das Headbangen und Moshen kann beginnen. Sofort. Ohne Aufwärmphase.
CYPECORE
Wenn man die Musik der Baden-Württemberger von CYPECORE kurz beschreiben soll, bringen es folgende Worte am besten auf den Punkt: Härte trifft Gefühl, verbunden mit hoher Eingängigkeit und viel Charakter! Der Sound der Band definiert sich über eine Mischung der Göteborger Schule im Stile der großen In Flames oder Dark Tranquillity gepaart mit schnellem, technischem Cyberthrash der Marke Fear Factory.
Dabei gibts die einen oder anderen core-mäßigen Elemente und Breaks, jedoch nicht kompromisslos im Vordergrund, sondern angenehm eingepflegt in den melodischen Sound von CYPECORE auf ihrem Album "Innocent". Dieser Sound wird durch die markanten Vocals von Attila perfekt in Szene gesetzt und umgekehrt. Ein sehr gutes Beispiel wäre mit "...And Death Was Nothing To Him" zu vermelden. Abwechslungsreiches Songwriting, schneidend-scharfe Parts mit ordentlich Druck, bevor sie zum emotional-melodiösen Refrain überdriften und das Ganze wieder zurück. Auch hier lassen DARK TRANQUILLITY und Konsorten grüßen, doch kopiert wurde hier nicht, lediglich ansatzweise entliehen und verbastelt.Zum bringt die Band einfach eine wahnsinnige Power mit, sodaß es ständig Moshpits und "Wall of Death" Kriege gibt!
Cypecore ist eine hoch interessante junge Band, die schon bald zu den grossen gehört...also lasst euch diesen Leckerbissen nicht entgehen!!
FATAL EMBRACE
FATAL EMBRACE sind neben Bands wie DESASTER, DESTRUCTION und WITCHBURNER und einigen anderen Unentwegten lupenreine Old-School-Thrasher. Sie lassen zeitlose Riff-Attacken ohne jede Trendanbiederung auf den geneigten Hörer los; man wähnt sich sofort inmitten der Achtziger zu Zeiten des Anfangs des Good-Old-Thrash-Spirit.Das Quintett zelebriert Old-School-Thrash-Metal oberster Liga und haut in die Instrumente, dass es die reinste Freude ist. Mein oberster Respekt gilt dem Schlagzeuger, denn er schafft es auf jedem Song ein Höllen-Tempo mit seinen Kesseln zu klopfen. Die Gitarren klingen auch einfach nur fett und krachen mit einem Tempo die Riffs runter, dass es einem jegliche Vernunft austreibt und man headbangend durchn Saal hüpft.
Wenn man wirklich sagen kann, dass eine Band alles richtig gemacht hat, dann bei FATAL EMBRACE. Sie leben den Spirit des 80ziger Jahre Thrash-Metals aus und liefern eine lupenreine Show hin. Fans, denen SLAYER heute zu modern klingen, diese sollten unbedingt mal in "Dark Pounding Steel" reinhören.







